Home Gesundheit Ernährung Säure-Basen-Haushalt: Sind Sie sauer?
05 | 02 | 2012
Säure-Basen-Haushalt: Sind Sie sauer? Drucken E-Mail

Ein ausgeglichener Säure-Basenhaushalt ist wichtig für das individuelle Wohlbefinden, denn das richtige Verhältnis von Säuren und Basen ist für sämtliche Stoffwechselvorgänge von enormer Bedeutung. Durch falsche Ernährung ist bei vielen Menschen dieses Verhältnis aber oft ungleich.

Kleinste Veränderungen beeinträchtigen den Stoffwechsel und belasten so den Körper. Zwar verfügt das menschliche System über Mechanismen um solche Ungleichgewichte abzufedern, jedoch haben diese auch nur eine gewisse Kapazität.

So können überschüssige Säuren in Blut oder Bindegewebe quasi zwischengespeichert, über die Lunge abgeatmet oder über die Nieren ausgeschieden werden.

Wenn der Speicher voll ist
Sind diese Puffer aber erschöpft, beginnt der Körper damit basische Mineralstoffe aus den Knochen zu lösen, um Säuren zu neutralisieren, oder aber endgültig in Bindegewebe, Muskeln oder Gelenken einzulagern. Das führt dann früher oder später zu Funktionsbeeinträchtigungen oder eben auch zu körperlichen Symptomen, wie Müdigkeit, Leistungsabfall und Schlappheit.

Wie werde ich sauer?
Einen zu großen Anteil an Säure bildenden Nahrungsmitteln kann unser System auf lange Sicht nicht neutralisieren. So genannte Stoffwechselschlacken können dann nur noch schwer ausgeschieden werden. Ursacheeiner Übersäuerung ist oft zu einseitige Ernährung (auch durch Heilfasten oder Diäten), Stress, Bewegungsmangel und Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Süßigkeiten im Übermaß. Weitere Ursache: Durch verändertes Essverhalten (industriell gefertigte Produkte, Fastfood etc), aber auch durch mineralstoffarme Böden bekommt der Körper zu viele Säure- und zu wenig Basen bildende Nahrung.

Wie kann ich das verhindern?

Sie müssen ernährungstechnisch auf Dauer auf nichts verzichten. Achten Sie einfach auf das richtige Verhältnis von Basen- zu Säure bildenden Nahrungsmitteln. Dieses Verhältnis liegt im günstigsten Fall bei 80:20 (Basen:Säuren). Eine kleine Nahrungsmittel-Aufstellung finden Sie am Ende des Artikels. Unterstützen können Sie einen ausgeglichenen Haushalt durch basische Nahrungsergänzungsmittel, die Sie in jedem Reformhaus erwerben können.

Was tun, wenn ich schon sauer bin?
Man geht davon aus, dass aufgrund der genannten Umstände eine Übersäuerung beim Menschen heute fast die Regel ist. Ob Sie sauer sind, können Sie an Ihrem Urin mittels eines ph-Teststreifens erkennen. Solche Teststreifen erhalten Sie in jeder Apotheke.

Sollten Sie übersäuert sein, hilft natürlich die oben beschriebene Umstellung Ihrer Essgewohnheiten und eine Fastenkur, um den Körper zu reinigen und zu entschlacken. Hier gibt es neben dem Heilfasten (reine flüssige Ernährung) auch ein so genanntes basisches Fasten, bei dem Sie weiter essen dürfen – aber eben nur basische Produkte wie Gemüse, Obst usw.

Tipps aus dem Reformhaus
Tipps und Ratschläge dazu gibts in jedem Reformhaus. Manche dieser Fachgeschäfte bieten auch geleitete Fastenkuren unter Aufsicht eines Heilpraktikers oder Ernährungsberaters an. Ob Sie körperlich für eine Fastenkur geeignet sind sagt Ihnen sicher auch Ihr Hausarzt.

Los geht’s – denn sauer macht nicht immer lustig!


Säure bildende Nahrungsmittel (davon weniger essen)

Fleisch, Fisch, Süßes, Kuchen, Brot, Eier, Wurst, Käse, Produkte aus Weißmehl (Toast etc), Reis, Teigwaren, Vollkornprodukte, Getreideflocken.

Neutrale Nahrungsmittel

Olivenöl, Sonnenblumenöl, Kefir, Honig, weisser Zucker, Tee, Mineralwasser, Milch & Kakao

Basen bildende Nahrungsmittel (die sollten Sie vermehrt essen)
Kartoffeln, Obst, Obstessig, Fruchtsaft, Gemüse, Blattsalate, Trockenfrüchte, Kräutertee, Molke, Petersilie
 

 

 

 
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