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05 | 02 | 2012
Vorsicht bei verlockenden Jobangeboten im Internet Drucken E-Mail

Das Internet ist schon lang ein Tummelplatz von teils organisierten Kriminellen, die nur an eines wollen: Geld oder andere geldwerte Gegenstände. Nun macht eine neue Masche die Runde durch das WWW: Der Warenagent.

Wie funktioniert die Masche?
In E-Mails versprechen angeblich seriöse Firmen den Interessenten hohe Verdienstsummen, wenn Sie als so genannte „Warenagenten“ Waren- und Produktsendungen entgegen nehmen und dann weiterleiten. Diese Anbieter sind bereit für diese Dienstleistung mehrere tausend Euro zu zahlen – im Monat wohlgemerkt!

Das hört sich natürlich sehr verlockend an: Pakete annehmen und weiterschicken und dafür soviel Kohle kassieren. Ein Traum, der auch Traum bleibt. Oft wartet nämlich auf leichtgläubige Opfer die Polizei mit einer Anzeige, denn sie haben unwissentlich oder leichtgläubig eine Straftat begangen!

Was ist daran strafbar?
Der Hintergrund dieser Geschäfte ist folgender: Die Hintermänner und Anbieter bezahlen im Internet bestellte Waren und Produkte oftmals mit gestohlenen Geldern aus abgeräumten Online-Konten oder mittels ausgespähten Konto- oder Kreditkartendaten (Phishing).

Da kann man natürlich nicht direkt die eigene Wohnung als Lieferadresse angeben, denn das käme ja fast einer Selbstanzeige bei der Polizei gleich. Hier kommen die „Warenagenten“ ins Spiel, denn fliegt ein Kauf mit gestohlenem Geld auf, stehen die Ordnungshüter beim Agenten auf der Matte und nicht beim eigentlich Kriminellen.

Leichtgläubigkeit kann hier richtig teuer werden, denn im schlimmsten Fall droht eine Anzeige und Verurteilung wegen Beihilfe zum Betrug.

Vorher Finanzagent jetzt Warenannahme
Warum die Kriminellen auf diese Methode zurückgreifen müssen liegt ebenfalls auf der Hand: Früher wurden gestohlene Gelder auch nicht direkt auf eigene Konten übertragen, sondern auch über ahnungslose Mittelsmänner geschleust. Jeder hat wahrscheinlich schon einmal eine dieser Mails erhalten, in denen wieder angeblich seriöse Firmen „Finanzagenten“ suchen, die Gelder von „Kunden“ annehmen und weitertransferieren – gegen üppige Honorare versteht sich.

Die Masche dahinter ist eigentlich die gleiche: Man will nicht direkt in Erscheinung treten und schaltet deshalb Strohmänner dazwischen. Die Polizei und Staatsanwaltschaften ertappen aber immer öfter solche Finanzagenten beim Geldtransfer, so dass sich die Betrüger neue Wege suchen müssen, um an das liebe Geld zu kommen und hochwertige Produkte lassen sich auch on- wie offline mit Profit absetzen. Den Finanzagenten droht indes eine Anzeige wegen Geldwäscherei.

E-Mails sofort löschen
Gehen Sie auf solche Geschäftsangebote niemals ein, sondern löschen Sie diese Mails sofort. Auch eine Weiterleitung an das BKA kann sicher nicht schaden. Seien Sie immer hellwach, wenn Ihnen jemand für einfachste Tätigkeiten unglaubliche Verdienste anbietet!

 
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