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12 | 03 | 2010
Hilfreiche Regeln für die richtige Geldanlage Drucken E-Mail

Die richtige Geldanlage ist ein schwieriges Unterfangen und hohe Rendite geht einher mit höherem Risiko. Aktien, Anleihen, Optionen oder doch lieber Zertifikate kaufen? Immer mehr Anbieter mit immer ausgefeilteren Produkten buhlen um das Geld der Anleger. Da ist guter Rat teuer. Am Ende ist jedes Investment eine persönliche Entscheidung, für die jeder auch selbst haftet. Einige Tipps & Hinweise gibt es dennoch, denen Sie Aufmerksamkeit schenken sollten. Welche das sind, lesen Sie hier:

Kaufen Sie nur, was Sie selbst verstehen
Mittlerweile ist die Komplexität vieler Finanzprodukte ins geradezu Unerträgliche gestiegen. Manches Mal ist das sogar von den Anbietern so gewollt, um Kosten und Risiken im Produktprospekt zu verstecken. Irgendwann steigt der Anleger beim Lesen der Beschreibung aus – und kauft trotzdem. Das sollten sie vermeiden, um Ihres Vermögens Willens!
 
Finger Weg von Mode-Produkten
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, das Anbieter zeitgleich die "gleiche Sau durchs Dorf treiben?" Mal sind es die Zertifikate, dann sind es ETFs (Exchange Traded Funds / Wie Fonds gehandelte Indexpapiere) und wieder ein anderes Mal loben Anbieter im Chor die Vorzüge von Investments in Erneuerbaren Energien, Biotech oder Agrar-Rohstoffen (Commodities). Von Seiten der Anbieter ist das Verhalten erklärbar, will man doch der Konkurrenz in nichts nachstehen und auch ein Stück vom Kuchen der Anlegergelder abbekommen. Sicher hat auch die Diversifikation und Streuung der eigenen Investments Ihre Berechtigung, jedoch sollten Sie bei solchen Mode-Erscheinungen sehr sehr vorsichtig agieren.
 
Den richtigen Index auswählen
Bei Index denkt man zuerst an die etablierten Indizes wie DAX, Dow Jones oder Stoxx. Im Zweifelsfall sollten Sie auch lieber in diese investieren, denn Sie genießen ein gewisses Vertrauen bei der Anlegerschaft (auch wenn dies nicht vor Verlusten schützen kann). Seien Sie vorsichtig bei allen neuen und modischen Indizes, die fast monatlich von irgendeinem Anbieter aufgelegt werden. Mittlerweile gibt es eigentlich keine Branche ohne einen Index: Vom Solar- über den Biotech- bis hin zum Goldminen oder Commodities-Index ist alles zu haben, was der Anleger begehrt! Wie schwankungsanfällig (volatil) und Risikobehaftet solche Indizes allerdings sind, wird Ihnen kein Anbieter freiwillig erzählen.
 
Renaissance der Einlageprodukte
"Die ausgewiesenen Performancewerte sind keine Garantie für zukünftige Gewinne" – So oder so ähnlich sichern sich Anbieter ab, wenn es um die Rendite Ihrer Produkte geht, denn eine Garantie für steigende Renditen und Gewinne kann nun wirklich keiner geben. Nehmen Sie nur mal den US-Immobilienmarkt als aktuelles Beispiel: Warfen Investments in den vergangen Jahren ordentliche Renditen ab, werden hier für lange Zeit kaum Gewinne zu erwirtschaften sein. Vielmehr sitzen Anleger auf horrenden Verlusten.
Klassische Einlageprodukte wie Tages- oder Festgeld bieten hier vorher definierte Renditen in Form von Zinszahlungen. Damit lassen sich zu erwartende Erträge gut abschätzen. Die Renditen sind vielleicht geringer als mit der Anlage in Aktien etc, jedoch ist hier auch das Risiko geringer und lieber einen kleinen Gewinn als Verluste einfahren oder?
 
"Hin und her macht Taschen leer"
Man kann nicht abstreiten, dass man auch mit kurzfristigen Engagements oder „Zocks“ gute Rendite erwirtschaften kann, indem man auf Trends frühzeitig aufspringt und rechtzeitig abspringt. Jedoch sollten sich vor allem unerfahrene Anleger an diesem Spiel nicht beteiligen. Erstens bedarf eine solche Strategie der ständigen Beobachtung des Marktes und zweitens können Transaktionskosten die Rendite auffressen. Daher sollten Sie zumindest Buch führen und die Strategie ständig überprüfen oder eher auf langfristige Investments ausweichen. Denn auch hier gilt: Lieber ein kleiner Gewinn als ein Verlust! Im Endeffekt geht es immer in erster Linie um den Erhalt de vorhandenen Kapitals. Gewinnen beginnt nämlich da, wo verlieren aufhört!
 
Vorsicht bei Aussagen wie "Risikominderung" oder "Depotbeimischung"
Hier sollten Sie besonders aufmerksam sein und fragen, was dahinter steckt. Eine angebliche Risikominderung muss immer irgendwie finanziert werden (und zwar vom Anleger), geht also immer zu Lasten der Rendite. Vermindert sich die zu erwartende Rendite muss auch immer der Ausgangspreis neu betrachtet werden, denn der wird mit jeder Renditeminderung teurer! Auch beim Wort "Beimischung" ist allerhöchste Vorsicht geboten, denn Beimischung heißt, dass Anlagen mit hohem Risiko enthalten sind. Diese Risiken sollen zwar durch die anderem im Portfolio enthaltenen Anlagen abgefedert werden, eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.
 
Am Ende sei noch angemerkt: Verlassen Sie sich auch zu gewissen Teilen auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Sie die berühmten Bauchschmerzen mit einem Investment verspüren, dann lassen Sie lieber die Finge weg.
 
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