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30 | 07 | 2010
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So funktionieren Reverse-Rentenpläne
Vorteile für die Bank
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Wie funktionieren solche Finanzvehikel wie "Reverse-Rentenpläne" eigentlich? Im Folgenden wollenw wir versuchen, etwas Licht in dieses Finanzkonstrukt und seiner Vor- und Nachteile zu bringen. Infos zu konkreten Anbietern erhalten Sie im Mitgliederbereich unseres Investmentclubs.

Zunächst etwas allgemeines zum Thema Versicherung
Eine vorhandene Lebens- oder Rentenversicherung kann jede Person als Sicherheit für Kredite an eine Bank abtreten. Vor allem im Bereich der Immobilienfinanzierung kommen Lebensversicherungen zum Einsatz, um Sicherheiten für den Kreditgeber zu schaffen und das Risiko eines Kreditausfalls zu minimieren. Stirbt z.B. der Kreditnehmer, so erhält die Bank die Versicherungssumme aus der abgetretenen Versicherung. Ebenfalls lassen sich solche Verträge beleihen, wenn Sie Geld für Investitionen brauchen (Sie bekommen also einen Kredit auf Ihr eingezahltes Kapital und die zukünftige Auszahlungssumme).

Warum werden solche Reverse-Rentenpläne aufgelegt?
Solche Rentenpläne sind ein ideales Profitinstrument für Versicherungsgesellschaften und Risikokapitalgeber, denn alle Beteiligten ziehen Ihren jeweiligen Nutzen daraus:

Große internationale Versicherungskonzerne arbeiten dazu einen Plan aus und legen fest, wie viele neue Verträge mit welcher Versicherungssumme abgeschlossen werden sollen. Ebenfalls werden die Kosten (Provisionen etc.) dafür festgelegt und ein entsprechender Finanzpool geschaffen.

Ist der Konzern finanziell dazu in der Lage, wird das komplette Programm selbst gestemmt. Ansonsten wird ein Kapitalgeber (z.B. eine Bank) mit ins Boot geholt, der natürlich einen Teil vom Profit abbekommt.

Zeit ist wie immer Geld – daher liegt dem Programmbetreiber viel daran, schnell zur geplanten Anzahl an Policen zu kommen. Dazu bedient man sich des Internets als Vertriebskanal und des Network-Marketings. Über das Kompensationszahlungs-Angebot (Einmalzahlung) und die Vertriebsprovisionen werden die entsprechenden monetären Anreize für interessierte Personen geschaffen.

Wie sieht nun der jeweilige Nutzen der Programmbeteiligten aus?
In einem Satz: Es wird eine WIN-WIN-Situation für alle geschaffen. Die folgenden Zahlenbeispiele sind fiktive Annahmen: Ein Programm soll z.B. 100.000 neue Verträge zum Ziel haben:

Der Versicherungskonzern: Kann 100.000 neue Verträge mit einer Versicherungssumme von z.B. 200.000 Euro pro Vertrag in seiner Bilanz ausweisen:

100.000 x 200.000 Euro (Versicherungssumme) = 20 Mrd. Euro neue Gesamtversicherungssumme!!!

Was kann man mit diesen Verträgen machen? Diese kann man beleihen:
Für gebrauchte Versicherungspolicen gibt es einen sogenannten Zweitmarkt (An- und Verkauf). Je länger die Restlaufzeit von Policen, desto werthaltiger werden sie durch laufende oder einmalige Prämienzahlungen eines Investors.

Kapitalgeber (Banken) sind in der Regel bereit solche Verträge mit 50% und mehr zu beleihen. Die Beleihung kann auch höher ausfallen, wenn z.B. ein Teil des Kapitals sofort in die Policen reinvestiert wird. Durch diese Re-Investition entfällt dann auch die monatliche Prämienzahlung. Der Versicherungskonzern erhält dadurch einen bestimmten Betrag pro Vertrag als sofortige Re-Investition:

Bei 100.000 Verträgen x 40.000 Euro (fiktive Reinvestition) = 4 Mrd Euro !!!

Mit dieser Milliarden-Summe lässt sich heutzutage allein im Zinsgeschäft (z.B. über Zinsdifferenzen) sehr viel Geld verdienen.



 
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